Gestalttherapie

 

 „Gestalttherapie ist mehr und etwas anderes als die Summe ihrer Teile“ , sagte Lore Perls. Das kann ich in Worte kleiden und dennoch muss man es im „Jetzt“  erfahren.

Wenn es dem Therapeuten gelingt den Klienten mit seinem Thema im Hier und Jetzt zu halten, entsteht ein Raum, eine Leere in denen Zeit und Grenzen keine Rolle spielen. In dieser Leere entsteht etwas ganz individuelles, etwas nicht vorhersehbares. Beim Klienten steigen spürbare Gefühle, körperliche Empfindungen oder Spannungen in bestimmten Körperteilen auf. Aus dem Hintergrund entstehen imaginäre Bilder von einem Kind, Mutter oder Vater, es können sogar Botschaften von Verstorbenen auftauchen die noch nicht gehen konnten, weil noch etwas fehlte z.B. eine Verabschiedung oder ein klärendes Wort. Diese psychischen Erscheinungsformen sind offene Gestalten. 

Nachdem wir mit diesen Gestalten gearbeitet haben, waren viele Klienten in der Lage zu erfahren , wie sich ihr Herz öffnete und sie mit Frieden, Mitgefühl und Freude in Verbindung treten konnten.  

Diese Qualitäten stellen sich dann ein, wenn wir nicht nach ihnen streben, sondern wenn sie ganz natürlich aus dem Bewusstseinszustand entstehen und sich neu integrieren können.

Sich dem zuwenden, was ist …

Der Klient sollte bereit sein sich selbst zu erforschen, um sich neu kennen und wieder schätzen zu lernen. Dabei bestimmt der Klient das Tempo und das Thema womit er arbeiten möchte.  

Im geschützten Rahmen können ausgewogene Risiken durch aktives Experimentieren eingegangen werden, die das Selbsterleben, sprich die Ich-Grenze erweitern können. Aus dieser Erfahrung heraus geschieht Bewusstseinserweiterung auf verschiedenen Ebenen. 

Durch die eigene Erfahrung schafft sich der Klient ein Fundament, dass ihn im Leben hilft, Verantwortung für sich und sein Verhalten zu übernehmen. Der Klient hat die Wahl und die Freiheit sein Leben bewusster und leichter zu gestalten. Mit seinen Erkenntnissen lernt er standfest im Leben zu sein oder auch ganz neue Wege zu gehen. 

 

Ein Vers von Fitz Perls  …..

Ich bin nicht auf dieser Welt, um nach deinen Erwartungen zu leben, und du bist nicht auf dieser Welt, um nach den meinen zu leben.
Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust.
Du bist du, und ich bin ich,und wenn wir uns zufällig finden,  wunderbar. 
Wenn nicht, kann man auch nichts machen.

 

In meiner Arbeit mit Klienten ist mir wichtig:

Mein Praxisraum ist ein Ort des Vertrauens und ich halte den Raum indem ich für den Klienten da bin.

Meine Erfahrungen werde ich uneingeschränkt, wertschätzend und authentisch zum Wohle des Klienten einbringen. Mein verständnisvolles Zuhören und meine bedingungslose Akzeptanz ist die Haltung die ich habe. 

Ich arbeite mit „Ich-Botschaften“, da es um die Rückmeldung, das eigene Erleben, Empfinden und um die eigenen Gefühle des Klienten geht. Durch einfühlsames Spiegeln teile ich dem Klienten mit, was ich an ihm wahrnehme und was ich an seinem Gesagten verstehe. Der Klient hat dadurch die Möglichkeit, sein Bewusstsein zu erweitern. Er kommt sich dadurch ein Stückchen näher und wird ganz sein, wenn seine Gestalt geschlossen ist..

Eine wichtige Rolle spielt für mich ein gutes Vertrauensverhältnis, damit im Dialog Missverständnisse geklärt werden können. 

Meine Arbeit mit dem Klienten liegt mir sehr am Herzen, weil die Gestalttherapie viele Möglichkeiten bietet den Klienten zu einem selbstbewussten Menschen zu verhelfen. 

Termine: 

Montag – Samstag 8.00 Uhr – 20.00 Uhr nach telefonischer Absprache möglich

 

Große Bedeutung hat für mich auch die Traumarbeit

Die Gestalttherapie betrachtet Träume als existenzielle Botschaft, die Identifikation mit Trauminhalten steht in der Arbeit mit Träumen im Mittelpunkt. Durch unsere Träume können wir erfahren, was uns im Leben fehlt. Wir können daraus erschließen, was wir zu tun und zu leben vermeiden. In der Traumarbeit können wir entfremdete Teile der Persönlichkeit assimilieren und uns wieder zu eigen machen.

Meiner Erfahrung nach sind auch hier spirituelle Ressourcen oft verfügbar und stellen einen wichtigen Teil der inneren Arbeit dar. Diese spirituellen Ressourcen oder geistigen Wegweiser können in vielfältiger Gestalt auftauchen und sie werden üblicherweise als lebendige Präsenz erlebt. Sie können die Form einer unbestimmten, abstrakten Präsenz  annehmen oder als Licht oder spezifischer als weise Wesen, eine Gestalt aus der Ahnenreihe auftauchen. Die Natur der geistigen Führung ist immer weise und liebevoll. Obwohl sie häufig zur Verfügung steht, wartet sie interessanter weise ab, bis sie zur Mitarbeit eingeladen wird. 

Der Psychiater Fritz Perls zeigt mit seinem Buch „Gestalttherapie in Aktion“ Fallbeispiele wie er mit Träumen arbeitet. Der Theologe Carl Gustav Jung  hat durch sein Buch „Träume, Gedanken und  Erinnerungen“ eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Unterbewusstsein und den Träumen hinterlassen, die mich echt beeindruckt haben.

Die Träume werden nicht gedeutet, sondern sie werden im Hier und Jetzt gelebt – Bühne frei !

Jeder kennt das, wenn ich morgens aufwache und ich das Gefühl habe, dass die Nacht viel zu kurz war, habe ich schlecht geträumt. Manchmal erinnern wir uns an diesen Traum und manchmal nicht. Träume zeigen viele Szenarien ungeschminkt und oft chaotisch. Sie kommen aus dem Unterbewusstsein und werden durch Identifikation mit seinen Inhalten (Objekte,Personen,Tiere, Natur) lebendig und können so mit dem ganzen Wesen verstanden werden. Wichtige Träume wiederholen sich, sie kompensieren zum Teil Konflikte oder auch Wünsche die nicht gelebt werden.Träume können so therapeutisch genutzt werden, um unbewältigte Konflikte zu lösen und zu einem tieferen Verständnis der eigenen Person zu gelangen. Verloren gegangene Anteile (unterdrückte) werden integriert und Blockaden wie z.B. Ängste werden aufgelöst. 

In der Arbeit mit Kindern erlebte ich bisher ein leichtes Arbeiten. Kinder sind kreativ, haben Fantasie und sind frei von Bewertungen. Sie leben im „Jetzt“ und sind offen, ehrlich und sagen uns wenn sie Kummer oder Angst haben.

In einigen Fällen, konnte das Kind nicht einschlafen, oder Angst vor Gespenster, vor einem Feuerball und ein anderes Kind hatte Angst in den Kindergarten zu gehen. In allen Fällen gelang es den Kindern sich in die Rolle der Gestalt zu versetzen. Die Angst wurde  spielerisch überwunden und das Einschlafen war wieder hergestellt. Diese Kinder waren zwischen 5-10 Jahre und die Arbeit mit Ihnen war in 45 Min. geschafft. Ich freue mich über diese Arbeit, weil es den Kindern sichtlich besser geht und in manchen Fällen den Haussegen wieder ins Lot gebracht hatte. Kinder brauchen Unterstützung, wenn sie nicht mehr lachen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und sie den Wunsch nach Hilfe spüren, dann möchte ich für Sie eine gute Begleitung sein. 

Termine: Montag – Samstag 08.00 Uhr – 20:00 Uhr nach telefonischer Absprache möglich,